Lektorat von Übersetzungen

Vertreter der schreibenden Zunft aus allen Bereichen kennen es: das Lektorat.

Jeder Text, der verfasst wird, durchläuft in der Regel mehrere Phasen, von Stoffsammlung, erstem Entwurf, Überarbeitung, bis hin zur Endfassung des Autors. Doch auch dann ist noch nicht der letzte Schritt getan. Denn ein Texter/Autor sieht naturgemäß das, was er verfasst hat, aus seiner eigenen individuellen Brille.

Sachliche Fehler, missverständliche Formulierungen, holprige Gliederung usw. fallen einem neutralen Leser oftmals eher auf als dem Verfasser selbst.
Einen Text zu lektorieren bedeutet also auch, den Sinn des Geschrieben richtig zu erfassen und alles für die potentielle Leserschaft ansprechend zu gestalten, und zwar ohne die stilistischen Eigenheiten des Autors und dessen beabsichtigte Aussage zu verfälschen.
Dies gilt selbstverständlich auch für das Lektorat einer Übersetzung.

Logischerweise können diese Kriterien nur von jemandem erfüllt werden, der sowohl die ursprüngliche Sprache des Textes als auch diejenige in die übersetzt wurde versteht und auch beherrscht.
Denn eine Übersetzung ist weitaus mehr als das Übertragen einzelner Worte von einer Sprache in eine andere. Elemente wie z.B. Satzkonstruktionen, Wortspiele, Beispiele zur Veranschaulichung diverser Aussagen und vieles mehr lassen sich nicht einfach wörtlich übersetzen. Ein Sprichwort wie „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ (um nur ein Beispiel zu nennen) würde wörtlich übersetzt in so ziemlich allen anderen Sprachen für den Leser keinerlei Sinn ergeben.

Ein Lektor für eine Übersetzung muss also zum einen die Sprache des ursprünglichen Textes beherrschen. Ansonsten könnte er viele Aussagen verfälschen oder wichtige rhetorische Feinheiten nicht erkennen. Gerade bei literarischen oder journalistischen Texten kommt es auf die berühmte Essenz „zwischen den Zeilen“ an.

Zum anderen muss er aber vor allem auch die Sprache in die es zu übersetzen gilt beherrschen. „Beherrschen“ ist in diesem Zusammenhang durchaus wörtlich gemeint. Um das obige Beispiel mit dem Apfel zu nehmen: eine wörtliche Übersetzung mag in der anderen Sprache keinen Sinn ergeben, es kann aber durchaus ein Äquivalent zu diesem Sprichwort geben, das in der Übersetzung entsprechend verwendet werden kann. Denn auch hier gilt für den Lektor: so nah wie möglich an Aussage und Stil des Autors bleiben.
Daraus lässt sich leicht erkennen welche großen Herausforderungen sich für das Lektorat einer Übersetzung eines deutschen (oder anderen europäischen) Textes in eine asiatische Sprache ergeben. Zu den genannten Kriterien kommen noch grundlegend andersartige Schriften und völlig andere kulturelle Hintergründe und Mentalitäten hinzu.

Eine vernünftige Übersetzung kann deshalb in der Regel nur von einem Muttersprachler oder einem erfahrenen Profi geleistet werden. Dasselbe gilt auch für den Lektor.

Die Bedeutung asiatischer Sprachen und aller damit verbundenen Anpassungen nehmen schon seit Jahren in demselben Maße zu, wie viele asiatische Staaten in Wirtschaft und Politik an Einfluss gewinnen. Die globale Kommunikation wird möglicherweise in Zukunft einen deutlich stärker asiatisch-geprägten Klang bekommen. Wer auf dem großen Feld „mitspielen“ will, tut gut daran, dafür zu sorgen, auch „mitreden“ zu können.
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